Die Bombay-Katze
copyright by Barbara Hickmann - 2014


Bombay-Katzen sind außergewöhnlich verschmust und menschenbezogen. Die Liebe und die Anhänglichkeit zu ihren Menschen machen sie zu wahren Herzensbrechern, deren Charme man sich nicht entziehen kann. Sie möchten überall mit dabei sein und am familiären Geschehen teilhaben.

Die Bombay stammt in ihrem Ursprung aus der Verpaarung zwischen einer reinrassigen braunen Burma-Katze mit einer American Shorthair-Katze.

Die Farben der Bombay sind lackschwarz und braun (durch die Einkreuzung brauner Burmesen), wobei die schwarze Bombay-Katze wohl am bekanntesten ist, weil die braune Bombay noch heute von den meisten Züchtern "unter den Tisch gekehrt wird" oder den Leuten eingeredet wird, es seien Burma-Katzen.

Die meisten Katzenvereine unterstützen dieses Vorgehen mit der Begründung, dass braune Katzen in die Kategorie der "Burma-Katzen" gehören, ohne sich über die Genetik Gedanken zu machen, dass eine Burma keine Bombay ist und eine Bombay keine Burma. Wozu sonst wurden aus diesen Katzen zwei unterschiedliche Rassen mit unterschiedlichen Vorfahren und unterschiedlichem Genpool?


Diese braunen Jungtiere sind KEINE Burma-Katzen, auch wenn es Züchter gibt, die aus sable Bombay-Katzen einfach Burmesen machen, weil diese braun sind. Das ist jedoch nicht richtig und wer sich mit Genetik auskennt (das sollte eigentlich Voraussetzung zur Katzenzucht sein), der weiß das auch.

Fragen Sie hierzu auch einmal seriöse und verantwortungsvolle Burma-Züchter. Diese werden es Ihnen bestätigen: braune Jungtiere, deren Eltern Bombays sind, sind KEINE Burma-Katzen.

Wenn ein Bombay-Wurf aus schwarzen und braunen Jungtiere besteht, so sind diese Jungtiere, genauso wie die Eltern Bombay-Katzen und nicht eines ist eine Bombay, weil es schwarz ist und das andere wird zur Burma, weil es braun ist.

Um es besser verdeutlichen zu können, ein kleines Beispiel:

Sie werden mit blonden Haaren geboren und Ihr Bruder mit braunen Haaren.
Weil Ihre Eltern blond sind, freuen sich Ihre Eltern natürlich über Ihre blonde Haarfarbe und sind richtig stolz auf Sie, 
Ihr Bruder mit den braunen Haaren aber passt nicht ins äußere Erscheinungsbild und deshalb werden bei ihm die Nachbarn als Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen......

Genau das passiert  mit den braunen Nachkommen bei den meisten Bombay-Züchtern.
Achten Sie darauf und bestehen Sie bei einem braunen Jungtier aus einem Bombay-Wurf auf den richtigen Stammbaum, der lauten muss "sable Bombay", auch wenn man Ihnen vielleicht erklärt, dass das in den USA ja auch so gemacht wird. Auch wenn es noch weitere Züchter machen, weil sich dass immer mehr so einbürgert, ohne mal darüber nachzudenken, heißt es nicht, dass es dadurch richtig ist.

Man sollte beachten: Wir leben und züchten nicht in Amerika, sondern in Deutschland und was in den USA erlaubt ist, gibt uns noch lange nicht in Deutschland einen Freifahrtschein.

In Amerika gibt es auch noch die Todesstrafe.....deswegen wird sie in Deutschland trotzdem nicht praktiziert.
Die Burma-Katze ist eine eigenständige Rasse und es ist absolut nicht erlaubt, die Burma für die Burma-Zucht mit Bombay zu kreuzen (umgekehrt darf Bombay mit Burma verpaart werden, aber nur für die Bombay-Zucht). Es gibt auch keine schwarzen Burmesen. Deshalb ist eine Burma nur dann eine Burma, wenn diese im Stammbaum KEINE Bombay-Katzen aufweist.

Für viele Züchter ist die sable Bombay leider immer noch ein "Nebenprodukt" und man muss sich hierbei fragen, ob man sich eigentlich wirklich mit der Zucht einer tollen Rasse beschäftigt und sich dafür mit viel Enthusiasmus einsetzt, oder ob es nur darum geht, mit schwarzen Bombay-Katzen auf der Ausstellungsbühne zu stehen, um das eigene Ego zu befriedigen und Katzenvermehrung zu betreiben.

Es macht engagierte Züchter nicht selten traurig, denn man übersieht dabei, dass die sable Bombay ein richtig kleiner Diamant und etwas ganz besonderes ist.

Die sable Bombay ist genau genommen eine "limitierte" Katze, die nicht jeder besitzt und erwerben kann, weil sie viel seltener geboren wird, als schwarze Bombay-Katzen.

Wenn man es dann auch noch von der Exklusivität her sieht, so ist die sable Bombay eine echte Rarität, denn es kommen nie so viele braune Jungtiere in einem Wurf auf die Welt, wie schwarze Bombays.





Die Bombay gibt es in drei verschiedenen Typen

Europäische Bombay


I*Love*You Bombay-Cats





 Amerikanische traditional Bombay







Amerikanische contemporary Bombay




Das Aussehen unterscheidet sich hier in der Kopfform, sowie im Körperbau, vom gemäßigten bis hin zum sehr kurzen, runden Kopf. Vom Charakter her sind jedoch alle Bombay-Katzen gleich, sofern sie bei ihrem Züchter artgerecht und verantwortungsvoll aufgezogen wurden.

In
England
kreuzte man in der Anfangszeit asiatische Kurzhaar mit Burma-Katzen und nannte die schwarzen Jungtiere "Bombay" oder "Black Asian". Der Typ ähnelt dem europäischen Typ und wird auch heute noch so als "Black Asian oder Asian-Bombay" in England gezüchtet.

In den USA entstand die Bombay-Katze aus der Verpaarung zwischen einer American Shorthair und einer braunen amerikanischen Burma-Katze. Das Aussehen dieser amerikanischen Bombay unterscheidet sich dahingehend, dass die amerikanische Bombay-Katze eine andere, kürzere und rundere Kopfform besitzt.


In Deutschland züchtet man die Bombay inzwischen im amerikanischen Typ mit kurzer oder gemäßigter Kopfform, aber auch im europäischen Typ, bei welchem die Kopfform etwas länger ist, jedoch nicht orientalisch mit riesen Ohren sein darf. 


I*Love*You Sable Angelina - Bombay sable





Das Wesen der Bombay-Katze

Bombay-Katzen sind sehr sozial und passen sich den Wohnungsverhältnissen ohne Probleme an. Neue Menschen und Katzen werden durch ihr freundliches Wesen vereinnahmt. Eine Bombay wird mit dem Einzug in ihr neues Heim das Leben der Bewohner positiv verändern, denn dieser faszinierenden Katzenrasse kann sich ein Katzenliebhaber einfach nicht entziehen. Zu Hause in der Familie sind sie sehr angenehme Katzen, die zwar mitunter mit ihren Menschen "sprechen", ohne dabei aber zu nerven, oder laut zu sein. Sie sind agile, verspielte Katzen bis ins hohe Alter. Die Bombay-Katze gilt als gesundheitlich robust und daher ist es keine Seltenheit, dass diese Katzen 19 Jahre und älter werden können. Ihr Fell ist pflegeleicht und haart kaum.Dieser Rasse sollte man nicht ungehinderten Freilauf gönnen, da sie auf Grund ihres sehr aufgeschlossenen, neugierigen und freundlichen Wesens keinerlei Angst vor Unbekanntem zeigen. Einen gesicherten Auslauf im Garten oder ein Plätzchen auf dem, mit Katzennetz versehenen Balkon wird jedoch heiß geliebt und sie werden diese Möglichkeit begeistert annehmen.

Bombay-Katzen sind gesellige Katzen  und sie sind am glücklichsten, wenn sie
zu zweit gehalten werden.

Auch wenn sie Menschen über alles lieben und auch der Mensch seine Katze mit vielen Streicheleinheiten verwöhnt - so kann auch der liebevollste Mensch einen vierbeinigen Spielkameraden nicht ersetzen. Möchte man seiner Bombay ein wunderschönes Leben bieten, dann wird dies gelingen, wenn sie zu zweit gehalten wird.


Und zwei Bombay-Katzen bedeuten für Menschen: doppeltes Beschmusen, doppelte Freude, die  - beide - ihre Menschen heiß und innig lieben.


Viele Bombay-Besitzer bestätigen es immer wieder:

Wer einmal mit  diesen Katzen zusammen gelebt hat,
bleibt dieser Rasse ein Leben lang verfallen




Bombay-Katzen aus der I*Love*You-Cattery




I*Love*You Mini-Max - sable Bombay